energetisches Sanieren


Projektdaten

Gebäudeart:

Mehrfamilienhaus

Standort:

Heiligenstadt (Eichsfeld)

Baumaßnahme:

energetische Sanierung der

Gebäudeaußenhülle

Planer/Architekt:

Bauunternehmen Sebastian Dölle

Fertigstellung: Mitte 2010

Bemerkungen:

Oberputz und farbliche Gestaltung des

Gebäudes, obliegt allein der Bauherrschaft

Beschreibung

Nach den Vorgaben der EnEV 2009 (Energieeinsparverordnung), die in der Sanierung (außenseitige Erneuerung) der Außenwände einen U-Wert von 0,24 W/(m²K) vorschreibt, hat das Bauunternehmen Sebastian Dölle mit einem WDVS-System, was es ermöglicht mit schlanken Aufbau des Dämmstoffes eine sehr hohe Energieein- sparung zu erzielen, die Gebäudeaußenhülle saniert. Die Bauherrschaft hatte dem Bauunternehmen Sebastian Dölle die Vorgabe gesetzt, die alte Stadtvilla mit einem WDVS-System zu versehen und mit Weitblick auf die geplante EnEv 2012, die voraussichtlich für Außenbauteile(nicht gegen Erdreich) einen U-Wert von 0,21 W/(m²K) vorschreibt, deutlich zu übererfüllen. Des weiteren sollten sämtliche Fenster wieder mit massiven Stucksohlbänken zur optischen Verschönerung der Fensterleibungen dienen. Schon während der Baumaßnahme kann man sagen das sämtliche Vorgaben erfüllt wurden sind

Besonderheiten:

Nach der Sanierung der Außenhülle mit nur 12cm Dämmstoffdicke, weisen die Außenbauteile des Gebäudes einen U-Wert von 0,16 W/(m²K) auf und lehnen sich somit an den Passivhausstandart an. Die Vorgaben der bauaufsichtlichen Zulassung des WDVS-System wurden nach der Abnahme durch den Vertreiber des Systems mehr als erfüllt. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Ausführung des Unterputzes gelegt. Gebäudefassaden sind einer ständigen Wasserbelastung ausgesetzt. Zahlreiche Bausünden wie z.B. zu geringe Mauerwerksabdeckungen (Dachüberstände, Attika-Abdeckungen, Fensterbänke, etc.) führen dazu, dass mehr und längere Zeit als nötig Wasser auf der Fassade vorhanden ist. Zusätzlich fällt Tauwasser an, wenn die Temperatur der Putzoberfläche unter die Außenlufttemperatur fällt (nachts durch die Abstrahlung von Wärme i.d.Umgebung; bei Autos regelmäßig sichtbar). Da die Trocknung aufgrund der heute üblichen Wärmedämmung nur langsam erfolgt (es kommt keine Wärme von innen an den Putz) können Algen und Pilze besser wachsen. Da man vermehrt einen Algen- und Pilzbefall an gedämmten Fassaden feststellt hat das Bauunternehmen Sebastian Dölle ein eigenes Verfahren für die Anbringung eines Dickschicht Unterputzes (im Mittel 1 cm) entwickelt um somit dem Algen- und Pilzbefall entgegenzuwirken. Bei dickschichtigen Putzsystemen auf mineralischer Basis ist der Tauwasseranfall in der Nacht über 2 Stunden geringer und die Fassade bleibt dadurch länger trocken. Des weiteren ist die Gewährleistung gegeben das, dass Armierungsgewebe im vorderen Drittel des Unterputzes seiner Funktion nachkommen kann. Sämtliche Vorgaben des Fachverbandes für WDVS-Systeme wurden einbezogen und umgesetzt sowie die Vorgaben der neuen Windlastverordnung.

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